Veranstalter:
Gipsy Music Association
Phonogrammarchiv, Zentrum SBT der ÖAW
Romano Centro – Verein für Roma
[spi:k] Projekt am Treffpunkt Sprachen der Universität Graz
Konzept und Organisation:
Christiane Fennesz-Juhasz, Petra Cech,
Dieter W. Halwachs, Andrea Härle, Valerie Stojka
Roma-Musiker zeichnen sich in hohem Maße durch die Fähigkeit aus, die
musikalischen Einflüsse ihrer Umwelt in sich aufzunehmen und in ihren
persönlichen Musikstil zu integrieren. Trotz gemeinsamer Wurzeln und dem
Fundament traditioneller Elemente – wie charakteristischer Tonleitern und
Harmonisierungen – gibt es keine einheitliche Roma-Musik. Im Gegenteil, sie ist
so vielfältig wie Weltgegenden in denen Roma leben.
Ein gutes Beispiel dafür sind die beiden
Musiker dieser CD:
Harri
Stojka (Gitarre) wuchs in Wien auf. Sein Stil wurde
neben traditioneller Lovara Musik auch von Rock, Bebop, Jazz und dem Gipsy
Swing des Django Reinhardt wesentlich geprägt.
Mosa
Sisic (Violine), geboren bei Belgrad und
übersiedelt nach Wien, ist vor allem von rhythmischen und melodischen Facetten
der Balkan-Musik beeinflusst – mit einem kräftigen Schuss Orient.
Beiden gemeinsam sind Spielfreude,
Virtuosität und unverkennbares musikalisches Profil. Die ausgeprägten
Individualisten erzeugen durch ihre unterschiedlichen Stile, spontanen
Improvisationen und Variationen ein Spannungsfeld von höchster Intensität (>
In Between <). Die temperamentvollen Tänze der verschiedenen Balkan-Regionen
wie z.B. Kolos aus Serbien (Song 3), Sotas aus Albanien und dem Kosovo (Songs 2
& 4) bieten ihnen dazu eine ideale Basis.
Die
CD: Ein exklusiver Tonträger in limitierter,
nummerierter Auflage mit persönlich signierten Autogrammkarten. Das Cover, ein
aus umweltfreundlichem Papier gefaltenes Poster, hält CD und Autogrammkarten
zusammen. Von der Künstlerin Tina Hochkogler gestaltet zeigt es zwei
Flusslandschaften die zur Mitte zusammenführen: Symbol für das gemeinsame
musikalische Wirken von Harri und Mosa.
Web
Download
„In Between“ ist auch vom Internet downloadbar.
Zusätzlich gibt es Bonustracks die im Gegensatz zum puristischen Arrangement
der CD elektronisch aufbereitet und NUR downloadbar sind.
Ziel: Die wichtigsten Roma Sängerinnen (auf Romanes: Romnas), die hier
in Österreich leben, zusammen auftreten zu lassen - mit Zuhilfenahme einer CD
Produktion.
- Schwerpunkt: Es dient
dazu, einen schönen Überblick über alle aktiven Sängerinnen in Österreich zu
bekommen.
Dabei wird es auch die
eine oder andere Überraschung geben
Grund:
-
Die aktiven
Romasängerinnen (in Österreich) bekanntzumachen (egal, ob man sie als ROMA
Sängerin kennt oder ob sie in einer ganz anderen Musikstilrichtung aktiv sind).
-
es ist für die eine oder
andere Romni eine Herausforderung, ihren Wurzeln nachzugehen und Lieder der
Großeltern auszuforschen!
-
Roma Gesang wurde meist
NUR im privaten Rahmen praktiziert. Wir wollen den spezifischen Roma Gesang -
von dem es viele verschiedene Traditionen gibt - mit dieser CD Produktion
dokumentieren und in weiterer Folge verbreiten.
Hintergrund
In Österreich gibt es
viele bekannte Roma Sängerinnen, aber leider geraten die Tradition und die Sprache
immer mehr in Vergessenheit.
Mithilfe dieser Produktion
wollen wir diesem Trend entgegenwirken!
Musiker, Produzent und Projektleiter ist
Geri Schuller,
Mobil: 0699/9478500
am 23.1.2009 um 22 Uhr
in der Roten Bar des Volkstheaters
Mit Hilfe von OESTIG, Präsident Herrn Prof. Paul Fürst und Prof.
Franz Becke, konnte dieser Abend: „The Ruby Night“ zum Zweitenmal ins Leben
gerufen werden.
Die zweite erfolgreiche RUBY NIGHT wurde vom Publikum phänomenal
gut angenommen und dankenswerterweise von der Fotographin Bettina Neubauer dokumentiert.
Marion Dworzack, Pressesprecherin und Obfrau Stellvertreterin des Musikvereins
Gipsy Music, stellte den Verein der Öffentlichkeit vor. Sie berichtete Über die
Zielsetzungen, vergangener Projekte und geplanter Aktivitäten.
Der Gewinn aus Eintritts- und Spendengeldern des Abends konnte
Peter Suchy übergeben werden.
Der
Gewinn der Ruby Night am 23.01.09 war € 138,70 für Jarovnice!
Mit dem Geld finanziert Peter Suchy einen LKW Transport von
Hilfsgütern zur Roma Siedlung in Jarovnice. Für unsere kommenden Aktivitäten
wollen wir noch wirtschaftlicher denken, um zu einem für diese
Hilfsorganisation noch besseren Ergebnis zu kommen.
Feurige
Melodien wurden aus der musikalischen Welt der großen alten Operettenmeister
vom Buffotraumpaar Katrin Fuchs und dem Tenor Andreas Sauerzapf gesungen. Beide
bewiesen grandiosen Gesang, viel schauspielerisches Können und Humor, bei den
oft wirklich lustigen Texten aus dieser längst vergangenen Zeit! Sie sangen Melodien,
die über das sogenannte "lustige Zigeunerleben“ erzählen. Josip Matic und
Prof. Björn Maseng spielten einen unglaublich virtuosen Csardas von Monti.
Wir
sind schon sehr neugierig über Katrin Fuchs, die bei den Mörbischer
Seefestspielen 2009 die Rolle der Eliza in „My Fair Lady“ singen wird.
Archivierung der Musik der RomamusikerLinnen und ihre Aktivität auf Website Schwerpunkt: Aktuelle / zukünftige RomamusikerLinnen in Europa
[Grund]
Die Schaffung von Grundlagen für einen Dachverband von RomamusikerLinnen.
[Hintergrund]
In
Österreich gibt es viele Projekte, die die Musik der Roma betreffen.
Diese konzentrieren sich in erster Linie auf die "traditionelle" Musik.
Das aktuelle Musikgeschehen (besonders die Musik der Gastarbeitern,
Migranten und Asylanten) wird kaum berücksichtigt oder ganz übersehen.
Leute
interessieren sich mehr und mehr für die Roma sowie ihre Musik. Für
solche Leute wird die Website nützlich sein, weil sie damit wissen,
Was für RomamusikerLinnen es überhaupt gibt.
Wer was wieso spielt.
Dass er auch RomamusikerLinnen gibt, die zwar mit der Romamusik wenig zu tun haben, abet sehr talentiert sind.
In
Österreich gibt es Musikgruppen, welche nur von Roma oder von Roma und
Nichtroma gemeinsam organisiert sind. Im Vergleich zu anderen Ländern
wie z.B. Tschechien oder Ungarn mangelt es hier an Nachwuchs. Dieses
Projekt kann und soll die jüngere Generation motivieren und fördern,
sich mit der Musik der Roma auseinanderzusetzen, zu musizieren bzw.
auch eigene Musikgruppen zu gründen.
Die Musik der
Roma ist ein wesentlicher Bestandteil der Romakultur und gleichzeitig
eine Kultur der Pluralität. Sozio-kulturell gesehen stehen die Roma im
Spannungsfeld zwischen Assimilation und Isolation. Die Musik der
Roma ist ein wesentliches Mittel, diese Spannung zu verringern und
gleichzeitig ein Mittel der Disparität zwischen der Welt der Roma und
der Welt der Nichtroma zu eliminieren.
Harri Stojka Gipsysoul Garude Apsa
Harri Stojkagipsysoul
CD „Garude Apsa“– Verborgene Tränen
Promotion-Tournee im März 2006 in Indonesien / Jakarta und Bali
„Garude Apsa“ spannt einen großen Bogen von neu arrangierten Traditionals bis zu Eigenkompositionen in Romanes, der Sprache der Roma, die vom Aussterben bedroht ist. Seit jeher erzählen die Lieder der Roma ihre Geschichte und Geschichten, und ihre Liedkunst ist so reich und vielfältig wie die Länder und Kulturen, in die sie ihre Wanderungen geführt haben.
Diese Aufnahmen lassen die Lebendigkeit einer Musikkultur sichtbar werden, in der „Tradition“ nicht nur die Wiederholung tradierter Standards bedeutet, sondern immer auch das Aufgreifen und Weiterentwickeln fremder und neuer Formen. Es ist eine Musik, die Interpretation und Improvisation immer aufs Neue zu einer untrennbaren Einheit verbindet.
Im Lauf der Jahrhunderte haben Roma-Musiker aber nicht nur die unterschiedlichsten Einflüsse aufgenommen, sondern auch die Entwicklung der europäischen Musik nachhaltig beeinflusst: Ihre Spuren lassen sich von der ungarischen Volksmusik bis zu den Kompositionen von Liszt, Haydn und Bartok verfolgen.
Sechzig Jahre nach der Befreiung vom Naziregime will diese CD an die musikalischen Wurzeln der Roma erinnern um der heutigen Generation, den Kindern und Enkeln der Überlebenden, Stolz und Mut für die Zukunft zu geben –in einem Europa, das in ihrer Kultur und Musik Wirklichkeit geworden ist, lange bevor ein Verständnis der Einheit Europas bei anderen Völkern entstehen konnte.